Irisches Tagebuch

Böll, Heinrich, 2002
2.5 Sterne
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
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Medienart Hörbuch
ISBN 978-3-89614-085-2
Verfasser Böll, Heinrich Wikipedia
Beteiligte Personen Eckardt, Hans [Regie] Wikipedia
Beteiligte Personen May, Jerzy [Sprecher] Wikipedia
Systematik D.CD.3 - Romane 3 CD
Interessenskreis Lesung, Erwachsene
Schlagworte Irland, ungekürzte Lesung, CD-Hörbuch, Land
Verlag Verlag u.Studio f.Hörbuchpr.
Ort Beltershausen
Jahr 2002
Umfang 213 min./3 CD
Altersbeschränkung keine
Annotation Als die "schönste Liebeserklärung an ein Land" wird das "Irische Tagebuch" oft bezeichnet. Ein feinsinniges Portrait des Landes. Ungekürzte Lesung.

Leserbewertungen

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  • 3 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1882 am 28.09.2023
  • 3 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1727 am 09.03.2020
    Nicht der Zufall des Autorlebens und der Zeit – Datierungen fehlen und machen aus den Tagen ein reines „Ortsmaß“ – spielt in Bölls Reisejournal die Hauptrolle. Allzupersönliches über den Verfasser sucht man darin vergebens. Der geschichtliche Hintergrund (Irlands Armut und Auswanderungsbewegungen; die irische Fehleinschätzung von Deutschlands Beitrag zur neueren Weltgeschichte) ist dagegen immer wieder präsent. Der Hauptsache nach handelt es sich beim Irischen Tagebuch um ein Panoptikum der von Gras und Moos ebenso hoffnungsvoll wie trostlos grünen Insel, das anhand des Kleinen und scheinbar Nebensächlichen – hierin liegt auch das typisch Diaristische des Unterfangens –, von der Größe des Landes, der Tragik seines Schicksals und der liebenswerten Zuversicht seiner Bewohner erzählt. Jedes Kapitel – jeder Eintrag – ist einem Aspekt der irischen Seele gewidmet, wobei in die Beschreibung der ‚Sonn- und Regenseiten‘ Irlands gelegentlich und mühelos die Reisehandlung eingewoben ist, welche die Authentizität des Berichtes verbürgt.
    Mit sprachliche Raffinesse eingefangene Details und das Spiel mit Erzählelementen erschaffen eine poetische Atmosphäre. Besonders einprägsam, fast elegisch begegnet einem die detaillierte, fantasievoll-allegorische Passage über ein verlassenes Dorf, das als Skelett im Moos ausgebreitet liegt. Hier verdichtet sich auch das wiederkehrende Motiv des Gegensatzes von Reich und Arm, der mit der Einreise, als Armut auf einmal „weder Ehre noch Schande“ mehr war, nur scheinbar überwunden worden ist: „immer wieder fiel das blaue Viereck des Himmels über uns; größer war’s bei den Häusern, in denen einmal Wohlhabendere gewohnt hatten, kleiner bei den Armen: nur die Größe des blauen Himmelvierecks unterschied sie hier noch einmal voneinander“.
    Sprecher Jerzy May liest mit angenehmer Stimme in gemäßigtem Tempo und überträgt dabei auch die vielen warmherzigen und augenzwinkernden Stellen des Textes überzeugend ins Akustische.
  • 3 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1189 am 14.09.2018
  • 3 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1432 am 07.06.2017
  • 2 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1432 am 05.02.2016
  • 2 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1433 am 27.09.2015
  • 3 Sterne
    Bewertung abgegeben von Leser 1220 am 10.12.2012
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